Die Geschichte des Vereins

1886

Am 31. Oktober 1886 hielt der Verein für Orts- und Heimatkunde im Süderlande (damals noch mit Sitz in Altena) eine Generalversammlung im Voß´schen Saale in Witten ab. Gleichzeitig veranstaltete der Verein eine Ausstellung von Gegenständen der Orts- und Heimatkunde. Die Exponate stammten zum erheblichen Teil aus Witten und Umgebung. Ein allgemeiner Anschluss von Wittener Bürgern an den Süderländer Verein erschien jedoch nicht ratsam, weil die geografische Entfernung von Witten nach Altena doch schon als recht groß empfunden wurde. Zudem lehnte ein Großteil der Wittener und aus der Umgebung stammenden Leihgeber eine Weitergabe der Exponate an den süderländischen Verein aus eben diesem Grunde ab.

Daher lud Friedrich Wilhelm August Pott drei Wochen später interessierte Bürger und Leihgeber in die Gaststätte Klein ein, um dort einen Verein für Orts- und Heimatkunde für Witten und Umgebung sowie ein Wittener Museum für Orts- und Heimatkunde zu gründen.

Der provisorische Vorstand des Vereins bestand aus: Rechtskonsulent Pott, Oberlehrer Brandstäter, Bergrat von Brunn, Fabrikbesitzer Fr. Lohmann jun., Fabrikbesitzer Fr. Soeding, Lehrer Born und Eisenbahn-Bureau-Assistent Wedekind. Innerhalb kürzester Zeit traten rund 200 Wittener Bürger dem Verein bei. Viele der bei der Ausstellung gezeigten Exponate wurden direkt dem neuen Verein unentgeltlich überlassen.

Friedrich Lohmann sen. stellte im Hause Berge erst einen und später mehrere Räume zur Verfügung, um die Exponate sicher unterzubringen. Am 16. Januar 1887 fand die erste Generalversammlung im Hotel zum Adler statt, um einen Vorstand zu wählen und den Verein auf den Weg zu bringen. In den Vorstand wurde auch Friedrich Lohmann jun. gewählt.

1911

Ab den 1890er Jahren ging der Verein daran, ein eigenes Museumsgebäude zu realisieren. Zu diesem Zwecke wurde im November 1903 ein Finanzausschuss gegründet, dem die Herren Fr. Soeding, Fr. Lohmann, Fr. Brinkmann, X. Rademacher, Aug. Krumme, Th. Kettler und Aug. Pott angehörten.
Friedrich Lohmann jun. erklärte sich bereit, das Projekt mit einem Kostenaufwand von 60.000 Mark auf dem Baugrundstück an der Blücherstraße, das dem Verein gehörte, zur Ausführung zu bringen. Da aus der Soeding’schen Stiftung noch Finanzmittel zur Verfügung standen, konnte das Museum durch die Sponsoren und die vereinseigenen Finanzmittel fertig gestellt werden. Die Grundsteinlegung des Märkischen Museums fand 1909, die Einweihung 1911 statt.